Guatemala

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Nach fünf Tagen in Placencia sind wir weiter nach Livingston (Guatemala). Ein süsses Städtchen am Meer und der Mündung des Flusses Rio Dulce. Übernachtet haben wir im Casa Rosada, was wir nur jedem wärmstens empfehlen können! Das Essen ist Spitzenklasse. Man sagt, die Fischsuppe Tapado, sei die beste von ganz Guatemala! Und der Besitzer Ismael hat super Tipps zu ganz Zentralamerika.

15. - 23. März 2013 Livingston & Rio Dulce

Nach sechs Privatlektionen Spanisch und vier erholsamen Tagen sind wir flussaufwärts weiter zur "Finca Tatin" an einem Seitenarm des Rio Dulce. Unser Zimmer lag mitten im Regenwald. Naja, das zieht auch jede Menge Krabbeltiere an, was sich dann am ersten Morgen auf unserem Moskitonetz bemerkbar machte, dort hatte sich ein riesen Skorpion niedergelassen. Wir wissen bis heute nicht, ob er giftig war oder nicht, der Mitarbeiter der Finca wollte es uns irgendwie nicht erzählen... :) Der Aufenthalt dort war einzigartig, wir mussten uns richtig dazu überwinden wieder weiterzuziehen nach vier Tagen. Man kann unglaublich viel auf eigene Faust unternehmen, z.B. Kanufahren, tolles Wandern und jeden Tag eine Abkühlung im Fluss plus ein paar Saunagänge vor dem Essen. Das Essen wird immer zusammen an einem grossen Tisch serviert, eine Suppe mit hausgemachten Weizentortillas als Vorspeise, dazu einer Art Pesto und dann immer ein super leckeren Hauptgang. Das Kanufahren war super, man kann die nahegelegene heisse Quelle besuchen, in ein Naturreservat paddeln, Wasserfälle besuchen usw.

23. - 24. März 2013 Flores

Flussaufwärts an der Mündung zum Lago Izabal liegt Rio Dulce. Nach einer Zwischenübernachtung, fuhren wir mit einem lokalen Bus 4 1/2 Stunden Richtung Flores. Ein schönes sauberes kleines Städtchen auf einer Insel, die mit einer Brücke zum Festland verbunden ist. Flores erinnert einem ein wenig an Italien, am Abend werden an der Promenade Essenstände mit verschiedensten Köstlichkeiten aufgebaut und Livemusik gespielt. Eine sehr lockere Atmosphäre unter Einheimischen wo wir komischerweise selten Touristen begegnet sind. Eine Kleinigkeit hat alles ein wenig getrübt... Es war unglaublich heiss an diesen Tagen, wir hatten im Hotelzimmer in der Nacht 38 Grad schwüle Hitze ohne einen Hauch von Wind... Anscheinend war es an diesem Tag draussen sogar ca. 42 Grad "warm".

24. - 25. März 2013 Flores & Tikal

Das Hotel in dem wir übernachteten gehört einem deutschen Architekten, der schon seit 1981 bei Ausgrabungen und Vermessungen verschiedenster Ruinen dabei ist. Glücklicherweise durften wir am Abend bei einem interessanten Vortrag von ihm über die Ruinen von Tikal dabei sein. Wir erfuhren dabei viele Details zu den einzelnen Tempeln und wie sie astronomisch zueinander angeordnet sind. Man weiss heute noch nicht, wie die Mayas so exakt, auf den cm genau, ihre Tempel nach der Sonne und Kalendertagen ausrichten konnten. Mit einem guten Vorwissen konnten wir am nächsten Tag dann die Ruinen besuchen. Die Restaurierten Tempel und Paläste sind wirklich überwältigend, gross, hoch und beindruckend majestätisch, die Aussicht von Tempel Nr. IV gleichermassen.

25. - 31. März 2013 El Remate

Bei der Rückfahrt haben wir uns in El Remate absetzen lassen um noch einige Zeit am glasklaren Lago Peten Itza zu verbringen. Eigentlich wollten wir nach vier Tagen weiter, leider fielen diese Tage genau auf die Osterwoche, in Guatemala "Semana Santa" genannt. In dieser Zeit haben die meisten Einheimischen Ferien und besuchen ihre Familien oder bereisen das Land und es wird überall gefeiert und Party gemacht, was das Zeug hält. Somit waren die Unterkünfte unserer nächsten Ziele leider ausgebucht oder viel zu teuer. Da wir einen guten Deal für unsere Unterkunft "Sun Breeze" aushandeln konnten, beschlossen wir diese Zeit in El Remate zu verbringen. Ein authentisches kleines Dorf am See wo wir die Zeit mit spazieren, baden, lesen und super Streetfood vertrieben haben. Der Sonnenuntergang dort ist eine Pracht!

1. - 4. April 2013 Flores & Semuc Champey

Nach einer Nacht in Flores ging es am Ostermontag, für die Guatemalteken nicht bedeutsam, weiter nach Semuc Champey, in einer achtstündigen Fahrt in einem Shuttle Bus. Übernachtet haben wir in dem erst 6 Monate alten Hostel "Utopia", welches nur ca. 40 min Fussmarsch von den berühmten Wasserbecken von Semuc Champey liegt. Darum verzichteten wir auf die geführte Tour und besuchten die wunderschönen, mit glasklarem Wasser gefüllten Kalksteinbecken auf eigene Faust um acht Uhr, wodurch wir für eine zeitlang die einzigen Besucher waren. Man kann wunderbar in den verschiedenen Becken sich die Zeit mit Baden vertreiben.

4. - 8. April 2013 Antigua

Nach drei Nächten ging es schon wieder weiter nach Antigua. Im Städtchen kann man super lecker Essen gehen und es gibt jede Menge anzusehen, wie den bunt gemischten Markt, Secondhandmarkt, die Ruinen, den Aussichtspunkt... etc. Naja apropos leckerem Essen... Am Morgen des zweiten Tages in Antigua ging es uns beiden richtig übel. Magenkrämpfe und Erbrechen und was sonst noch dazugehört... Es wurde von Stunde zu Stunde schlimmer und wir mussten dazu noch das Hostel wechseln. Mit den Rucksäcken schleppten wir uns unter Schmerzen und völlig kraftlos durch die Strassen. Raffi bekam gegen Abend hin noch richtig hohes Fieber ca. 40 Grad. Anscheinend hat das massenhafte Trinken von Elektrolytgetränken und der Einsatz von Fiebersenkern seine Wirkung getan, da wir uns am anderen Morgen wieder ziemlich fit fühlten. Natürlich war Essen nur in Massen angesagt, was bei dem Frühstück in dem neuen Hostel eine wahre Schande war. Apropos Hostel, dieses können wir wirklich uneingeschränkt weiterempfehlen! "Hostel Yellow House", super Frühstück und mit eins der saubersten Übernachtung bis jetzt. Nach einem tollen Tag mit anderen Reisenden „Hans & Lari“ und selbstgemachter Guacamole frisch vom Markt, fuhren wir am nächsten Morgen weiter an den Lago de Atitlan mit einer Meereshöhe von 1560m.

8. - 16. April 2013 San Pedro La Laguna

Unsere erste Station am See war San Pedro La Laguna wo wir uns gleich für eine Woche Spanischschule im Privatunterricht einschrieben. Dazu gehört ein Aufenthalt bei einer lokalen Familie dazu, drei Mahlzeiten inklusive. Nach einem Tag in einem Hostel durften wir uns bei unserer Familie einquartieren, eine für guatemaltekische Verhältnisse eher kleine Familie mit zwei Kindern in dem Alter von  3 und 12 Jahren. Die Mutter, der Vater und eine Aushilfe der Wäscherei, welche auch der Familie gehört, kochten für uns jeden Tag drei unglaublich leckere Mahlzeiten.

An unserem freien Tag sind wir frühmorgens um 2:30 Uhr aufgebrochen um mit einem Guide den nahegelegenen Vulkan San Pedro zu besteigen. Nach 2 Stunden und 30 Minuten haben wir es rechtzeitig auf den Gipfel geschafft um mit einem wunderschönen Sonnenaufgang belohnt zu werden. Weiter unten sieht ihr unser Timelapse-Video vom Gipfel.

In einer Woche Spanischkurs haben wir unglaublich viel lernen können, was uns sehr viel weiterhelfen wird auf unserer weiteren Reise Richtung Süden. Darum haben wir uns entschlossen noch eine Woche Spanischkurs in einem anderen Dorf anzuhängen. Warum anderes Dorf... Leider hat uns persönlich San Pedro nicht so gut gefallen, viel zu viele Touristen, davon jede Menge Israelis, man wird in manchen Shops und Restaurants bereits mit einem "Shalom" begrüsst. Dazu jeden Abend Partys bis um 2:00 Uhr mit lauter Musik und Betrunkenen auf der Strasse welche wir in unserem Zimmer noch lautstark mitbekommen haben. San Pedro hat natürlich auch gute Seiten, wie ein schöner Markt, den wahrscheinlich besten Kaffee Guatemalas und gute Möglichkeiten günstig und gut zu Essen und Übernachten.

16. - 22. April 2013 Santa Cruz La Laguna

Weiter ging es mit dem Boot, das alle 20 Minuten ablegt, nach Santa Cruz La Laguna. Ein kleines unscheinbares Dörfchen auf einer Anhöhe mit dem absolut besten Ausblick auf den See! Atemberaubend schön, die drei Vulkane und der darunter liegende See. Man kann dem See entlang zum nächstgelegenen Dörfchen "Jaibalito" spazieren wobei man auf dem Weg dahin ein atemberaubendes Panorama erleben darf.

Wir meldeten uns abermals für 25 Lektionen Spanisch in der "Santa Cruz Spanishschool" an. Einquartiert wurden wir bei der Familie des Besitzers der Spanischschule. Wir wurden unglaublich herzlich aufgenommen und gehörten vom ersten Tag an quasi zur Familie. Es wurde manchmal zusammen gekocht und wir halfen beim Abwasch. Es war eine wunderbare Erfahrung in das wirkliche Leben der Einheimischen einzutauchen und daran teilzuhaben. Auf dem Feuer wurde gekocht und es gab selbstverständlich zu jedem Essen jede Menge selbstgemachte Tortillas. Die Dusche war Kaltwasser und ansonsten lebt man hier ohne jeglichen Luxus. Abends nach der Schule wurde noch viel am Esstisch diskutiert, über Religion, unser altes Zuhause die Schweiz und alle Welt, was uns sehr geholfen hat unser gelerntes Spanisch anzuwenden. Am Sonntag nahm uns die Mutter mit ihrer Tochter mit zum wöchentlichen Einkauf an den Markt in Panajachel. Es war sehr eindrücklich dem ganzen Treiben zuzusehen. Die Mehrheit der Leute trugen die traditionellen Trachten der Region, welche jeweils ihre Herkunft signalisierte. Das machte den Markt unglaublich farbig und vielfälltig.

22. - 25. April 2013 Santa Cruz la Laguna & Antigua

Der letzte Abend bei der Familie war die Krönung der Woche. Da die Mutter Geburtstag hatte, gab es am Abend noch ein kleines Fest, wo wir sie mit leckerem Essen, Kuchen und selbst gemachten Fruchtsäften überraschten. Kleine Anmerkung am Rande, es gab keinen Alkohol, da laut der Lehre evangelischen Kirche in Guatemala, der die Mehrheit der Bevölkerung angehört, wie auch unsere Familie, Alkohol und Drogen verboten sind. Nach einem schweren Abschied und ein paar Tränen, fuhren wir über Panajachel wieder nach Antigua für zwei Nächte um danach mit einem Shuttle nach El Salvador an den Strand von El Zonte zu gelangen.

 

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